Bei PV-Anlagen wird die Sonnenenergie in elektrische Energie umgesetzt. Hierbei wird aus dem Sonnenlicht eine Gleichspannung erzeugt.
Diese Gleichspannung wird zum Wechselrichter geführt der die Netzeinspeisung über eine Zähler an das Hauptnetz ermöglicht.
Bei sogenannten Inselanlagen hingegen wird die Gleichspannung meistens in Akkus zwischen gespeichert.
Bei den Solarthermie-Anlagen wird die Sonnenenergie in Wärme umgewandelt. Hier bei wird die gewonnene Wärme
in einem Wasser/Glykolgemisch gespeichert.
2. Aufbau der Systeme
Die Grundeinheit einer Photovoltaikanlage sind PV-Module, in denen zahlreiche in Kunststoff verpackte Solarzellen elektrisch
verschaltet sind. Module gibt es sowohl mit Rahmen als auch rahmenlos. Mehrere Module werden zum so genannten Solargenerator verbunden.
Bei Lichteinfall wird in ihnen durch den photovoltaischen Effekt eine Spannung erzeugt, die Strom fließen
lässt. Der Gleichstrom wird über Leitungen in Generatoranschlusskästen zusammen geführt und zum Wechselrichter geleitet.
Dieser wandelt ihn in Wechselstrom um, der bei einer netzgekoppelten PV-Anlage über einen Zähler ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird.
3. Brandbekämpfung und Hilfeleistung
Erkennen der PV-Anlage:
die Information im Zuge der Alarmierung
direktes Erkennen des PV-Systems bei der Anfahrt/vor Ort
Erkunden der Einsatzstelle
Erkennen des Hinweisschildes:
Welche Gefahren können auftreten?
Gefahren durch Atemgifte
-> Umluftunabhängigen Atemschutz einsetzen!
-> Lüftungsanlagen abschalten!
-> Personen aus den betroffenen Bereichen retten!
Gefahren durch Einsturz/zusätzlich herabfallende Teile
-> Den durch herabfallende Teile gefährdeten Bereich meiden und absperren (Trümmerschatten)!
-> Bei Innenangriff und Nachlöscharbeiten erhöhte Dachlast beachten!
Gefahren durch Elektrizität -> Selbst bei geringem Lichteinfall produzieren Solarmodule elektrische Spannung <-
-> Mindestens einen Meter Abstand zu potenziell spannungsführenden Teilen einhalten.
-> Regeln für die Anwendung von Löschmitteln in Gegenwart elektrischer Spannung beachten!
-> Gefahren durch eventuell eindringendes Löschwasser in elektrische Anlagen beachten!
-> Überflutete Bereiche: Abstand halten/leitfähige Teile nicht berühren!
->Alle Schaltvorgänge an der Anlage über nicht intakte Schalter oder das
Trennen der PV-Module nur durch Elektro-Fachpersonal durchführen lassen!
Gefahren der Ausbreitung
-> Brandgefahr durch Lichtbogen bei beschädigten Anlagen.
-> Kamineffekt bei Aufdachanlagen und Fassadenkonstruktionen. Es besteht unter Umständen die Gefahr der Brandausbreitung.
-> Weitgehend geschlossene PV-Modulflächen können zu Behinderung bei Lösch oder Hilfeleistungsarbeiten führen falls die Öffnung der Dachhaut erforderlich sein sollte
-> falls das Dach betreten werden muss (Module dürfen grundsätzlich nicht betreten werden!)
5. Lichtbögen
Lichtbögen sind elektrische Entladungen mit starker Lichtausstrahlung, hoher Temperatur und charakteristischer Geräuschentwicklung.
Diese können bei Isolationsschäden im nicht freigeschalteten Gleichstrombereich auftreten.
Von einem Lichtbogen gehen bei Berührung die Gefahr einer Verbrennung und eines elektrischen Schlages aus.
Bei Auftreten eines Lichtbogens sind die Regeln der DIN VDE 0132 zu befolgen. Löschmittel können eingesetzt werden,
um Brände im Umfeld des Lichtbogens zu löschen. Es sind die Sicherheitsabstände und Löschmittelhinweise zu beachten.
Der Lichtbogen kann nur durch Abschalten des betroffenen Stromkreises gelöscht werden. Die hohen Temperaturen und der Funkenflug
bergen die Gefahr eines Brandes von entzündlichen Stoffen in der Umgebung.
Eine Abschalung darf nur durch eine Elektro Fachkraft erfolgen
5. Checkliste
Den Fyer zum ausdrucken findet Ihr um Downloadbereich. --Downloads--